Schemagrafik: Reduktions-Verfahren
Der PE-Rohrstrang ist so passgenau, dass der Rohrquerschnitt kaum reduiziert wird.
Nach dem Ende der Zugwirkung dehnt sich der PE-Rohrstrang wieder aus und legt sich passgenau an die Innenwandung des Altrohrs.

Reduktionsverfahren: Grabenlose Kanalrohrsanierung

Systeme der grabenlosen Rohr- und Leitungserneuerung

Das Reduktionsverfahren gehört zu den Systemen der grabenlosen Rohr- und Leitungserneuerung.

Wie das Berstlining- und das TIP-Verfahren bietet es eine kostengünstige und umweltschonende Alternative zur Sanierung von Rohren und Leitungen.

Bei der Rohrreduktion wird ein PE-Rohrstrang so passgenau im Inneren eines Altrohrs verlegt, dass sich dessen Rohrquerschnitt kaum reduziert. Das Grundprinzip dieses Verfahrens beruht auf der Möglichkeit, den Durchmesser eines PE-Rohrstrangs mittels hydraulischer Zugwirkung so weit zu verkleinern, bis er sich ins Innere eines Altrohrs einziehen lässt. Nach dem Ende der Zugwirkung dehnt sich der PE-Rohrstrang dann wieder aus und legt sich ohne Ringraumbildung passgenau an die Innenwandung des Altrohrs.

Das Reduktionsverfahren eignet sich insbesondere zur grabenlosen Erneuerung von Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen, bei denen Undichtigkeiten und Risse behoben werden sollen, bzw. mechanischer Verschleiß, Korrosion oder Lochfraß zu Beschädigungen geführt haben. Es erlaubt die Wiederherstellung von Statik und Funktion sanierungsbedürftiger Rohrleitungen und die Installation selbsttragender Neurohre bis DA 1200 in den Druckstufen SDR 11 und SDR 17 über Längen bis zu 1 500 m.

Das Reduktionsverfahren gehört zu den Systemen der grabenlosen Rohr- und Leitungserneuerung
Das Reduktionsverfahren gehört zu den Systemen der grabenlosen Rohr- und Leitungserneuerung

Das Reduktionsverfahren in der Abfolge

Nach Herstellung einer Start- und Zielgrube erfolgt die Inspektion, Reinigung und Kalibrierung der Altrohrleitung. Anschließend wird die Berstanlage in die Zielgrube eingesetzt, die in der Folge das Berstgestänge bis zur Startgrube durch das Rohr schiebt. Durch eine dort installierte Reduktionsanlage wird der PE-Rohrstrang eingeführt und mit dem Berstgestänge verbunden. Dann wird dieses zurückgezogen, wobei sich der Querschnitt des PE-Rohrstrangs durch Kaltverformung um 5 – 12 % reduziert. Nach Abschluss des Einzugs wird der PE-Rohrstrang von der Zugwirkung entlastet, dehnt sich wieder aus und legt sich lückenlos – „close-fit“ – an die Altrohrwandung.

Vorteile des Reduktionsverfahren

Neben der nur geringfügigen Querschnittsverkleinerung verbessert das Verfahren außerdem die hydraulische Leistungsfähigkeit von Rohrleitungen. Der „close-fit“-Einbau vermeidet einen Ringraum, der gegebenenfalls aufwendig zu verdämmen wäre. Das neue PE-Kunststoffrohr ist werkseitig gefertigt und verfügt über eine lange Nutzungsdauer.
Arbeits-, zeit- und kostenaufwendige Tiefbauarbeiten werden ebenso vermieden wie unnötige Umweltbelastungen. Auch Anwohner und Straßenverkehr werden gegenüber herkömmlichen Verfahren deutlich weniger behindert.