Schemagrafik: TIP-Relining-Verfahren
Herstellung einer Start- und Zielgrube.
Die Berstanlage schiebt hydraulisch das Berstgestänge in das Altrohr.
TIP-Verfahren ("tight in pipe"): das Rohr im Rohr
TIP-Verfahren ("tight in pipe"): das Rohr im Rohr
Eine innovative Neuerung in dieser Verfahrensgruppe ist der Einbau von PE-HD Rohrsträngen über vorhandene Schachtbauwerke.

TIP-Verfahren für die Kanalsanierung ("tight in pipe")

TIP-/Relining-Verfahren, das "Rohr im Rohr"-System.

Mit dem TIP-/Relining-Verfahren bietet das Bauunternehmen Rettberg seinen Kunden ein besonders umweltschonendes und kostengünstiges Verfahren für den grabenlosen Kanalbau. Die Grundidee ist einfach: In ein vorhandenes Altrohr wird einfach ein geringfügig kleineres Neurohr eingezogen.

Die Experten der Firma Rettberg empfehlen den Einsatz des TIP-Verfahrens bei Kanalrohrsanierungen, die auf Grund von Korrosionschäden, Riss- und Scherbenbildung, Deformationen bis max. 20% des Altrohrquerschnitts oder Wurzeleinwuchs sowie allgemeiner Undichtigkeiten nötig werden.

TIP-Verfahren ("tight in pipe"): das Rohr im Rohr
TIP-Verfahren ("tight in pipe"): das Rohr im Rohr

Das "Rohr im Rohr"-System. Wie funktioniert es?

Zunächst werden eine Start- und eine Zielgrube hergestellt. Anschließend wird eine Berstanlage in die Zielgrube eingesetzt. Diese schiebt hydraulisch das Berstgestänge in das Altrohr.

Sobald die Startgrube erreicht wird, erfolgt der Einbau einer Führungshülse. Wird das Berstgestänge dann zurückgezogen, kommt es zu einer Kalibrierung des Altrohrs, bei der Deformationen und Versatzbildungen ausgeglichen werden. In diesem Arbeitsschritt werden Kurzrohre aus PP-HM eingebaut, die eng – eben „tight in pipe“ – am alten Kanalrohr anliegen.

Verfahrensbedingt wird der beim TIP-Verfahren entstehende Ringraum nicht verpresst. Wenn in ein DN 300-Kanalrohr also ein DA 292-Kurzrohr eingezogen wird, verbleibt rings um das neue Rohr ein Ringspalt von 4 mm. Die für das Verfahren genutzten Rohrmaterialen, sind speziell darauf ausgelegt, den entstehenden Belastungen standzuhalten.

Das TIP-Verfahren kann von Schacht zu Schacht, von Grube zu Grube und von Grube zu Schacht eingesetzt werden. Eine innovative Neuerung in dieser Verfahrensgruppe ist der Einbau von PE-HD Rohrsträngen über vorhandene Schachtbauwerke.

Hierbei wird ein zuvor zusammengeschweißter Rohrstrang über eine spezielle Umformungstechnik über Schächte 1000 mm eingebaut. Dieses Verfahren eignet sich für die Altrohrdimension DN 200, DN250 und DN 300 mm. Passende Formstücke und Schachtanschlüsse runden das Verfahren ab.

Vorteile des Tip-Verfahren:

Zu den Vorteilen des TIP-Verfahrens zählen zum einen neben den nur geringen Behinderungen für den Straßenverkehr eine nur minimal erforderliche Zerstörung aufwendiger Oberflächen oder Vorgärten. Im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren bietet es darüber hinaus eine deutlich verringerte Schmutz- und Lärmbelästigung und erheblich niedrigere Kosten. Diese ergeben sich aus den begrenzten Erdarbeiten, dem geringen Platzbedarf und dem vergleichsweise geringen Personalaufwand.

Das Verfahren erlaubt es, ein werkseitig hergestelltes und geprüftes, statisch selbsttragendes Neurohr mit langer Nutzungsdauer einzubauen. Darüber hinaus gewährleistet es eine glatte Rohrwandung inklusive der Wiederherstellung des Kreisprofils sanierungsbedürftiger Kanalrohre.